Besuch der Thüringer Umweltministerin in unserer Niederlassung Nordhausen

Anja Siegesmund und Johannes Meinhold im Gespräch vor einem im Aufbau befindlichen BHKW. Quelle: nnz-online.de

Anfang April hat Anja Siegesmund, Bundesratsmitglied und Thüringer Ministerin für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN) unsere Niederlassung in Nordhausen besucht, in der seit 1996 alle unsere BHKW-Kompaktmodule gebaut werden. Empfangen wurde sie von unserem Geschäftsführer Johannes Meinhold und Vertriebsleiter Joachim Voigt, die sich beide als Vorstandsmitglieder des Bundesverbandes Kraft-Wärme-Kopplung e.V. (B.KWK) intensiv mit der Energiepolitik befassen. Frau Siegesmund setzt sich auch im Bundesrat dafür ein, die Hemmnisse für den Ausbau der hocheffizienten KWK abzubauen. Da diese Hürden jedoch seit 2014 von der Bundesregierung eher auf- als abgebaut wurden, fand während und nach der Besichtigung unserer Fertigung in Nordhausen ein reger Gedankenaustausch statt.

Wolle man die ambitionierten Ziele der Energiewende bis 2050 erreichen und den CO2-Ausstoß signifkant reduzieren, sei der wirtschaftlich sinnvollste Pfad, die Stromerzeugung aus Erneuerbaren in Verbindung mit KWK-Anlagen wie Blockheizkraftwerken (BHKW) voranzutreiben, erläuterte Vertriebsleiter Joachim Voigt. Dabei werden volatile Energiequellen wie Windkraft und Solarenergie mit Anlagen zur synthetischen Gaserzeugung verknüpft. Produzieren diese mehr Strom, als im Netz zeitgleich verbraucht wird, so kann man aus den Überschüssen synthetisch Gas herstellen und zwischenspeichern, um es bei einer „Dunkelflaute“ für den Betrieb von BHKW-Anlagen einzusetzen. Erste Pilotprojekte gibt es dazu bereits und mit steigendem Anteil von Wind- und Solarenergie an der Stromerzeugung wird deren Speicherung und „Rückverstromung“ in KWK-Anlagen zunehmend sinnvoll.

Nach ihrem Besuch kommentierte die TMUEN ihren Besuch bei uns auf Twitter.

Der Ansatz ist auch für das Land Thüringen von Interesse, das sich noch ambitioniertere Ziele gesetzt hat als der Bund, erklärte Umweltministerin Siegesmund. Bis 2040 soll der thüringische Energiebedarf zu 100 % aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden, bis 2050 will man den CO2 Ausstoß um 95 bis 100 % im Vergleich zu 1990 reduzieren. Statt großer Kohle- und Gaskraftwerke gibt es in Thüringen zahlreiche dezentrale KWK-Anlagen. Dennoch muss das Land Strom aus anderen Regionen importieren und zahlt für Öl und Gas rund zwei Milliarden Euro pro Jahr. Das soll sich in Zukunft ändern, versprach die Ministerin Siegesmund, man müsse in Zukunft auf einen Mix aus Technologien setzen, um energieautark Strom produzieren zu können. Dezentrale Lösungen seien hier besonders geeignet, da auch die Wertschöpfung regional bleibe.

Für den verstärkten Ausbau dezentraler Energielösungen sind unserer Ansicht nach vor allem verlässlichere Vorgaben der Bundespolitik erforderlich. Auch die Ministerin unterstrich, dass man „Regeln nicht während des Spiels ändern darf.“ Denn über die Lebensdauer eines BHKW von mindestens zehn Jahren habe man in den letzten Jahren drei bis vier Änderungen der gesetzlichen Vorgaben und Förderinstrumentarien erlebt, was langfristige Planungen und die Wirtschaftlichkeit enorm erschwere. Änderungen müssten mit Weitsicht und Maß vorgenommen werden, dann könne die Energiewende mit dem Ausbau von KWK-Anlagen gelingen.

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