Studien von Zukunft Gas und Agora Energiewende belegen: Für eine klimaneutrale
Energieversorgung ist auch ein Zubau von KWK-Anlagen erforderlich.

Die KWK spielt eine zentrale Rolle für das Erreichen einer klimaneutralen, sicheren und bezahlbaren Energieversorgung.

Im Sommer 2022 sind zwei Studien renommierter Institute erschienen, die die zentrale Rolle der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) für die zukünftige Energieversorgung verdeutlichen.

1. Das Potenzial der KWK für die Transformation zur klimaneutralen Energieversorgung

Diese von Frontier Economics (einer der größten Wirtschaftsberatungen Europas) erstellte Studie zeigt die zentrale Rolle der KWK im Transformationspfad zur Klimaneutralität bis 2045 auf und wurde Anfang Juli auf einer Online-Pressekonferenz vorgestellt. Gemeinsam mit dem Verein Zukunft Gas e.V. (einer Interessenvertretung der deutschen Gaswirtschaft), dem Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e.V. (B.KWK), verschiedenen Energieunternehmen und weiteren Partnern hat SOKRATHERM die Erstellung der Studie über ein Jahr lang begleitet.

Kernaussage ist, dass die zur Bewältigung der Transformation hin zu einer klimaneutralen Strom- und Wärmeversorgung dringend erforderlichen Potenziale der KWK bislang noch nicht ausgeschöpft werden. Als zentrale Handlungsfelder werden die Rahmenbedingungen zum Erhalt und Zubau von KWK-Anlagen, ihre Flexibilisierung für einen strommarktorientierten Betrieb und die Defossilisierung der KWK-Brennstoffe benannt. GASAG Vorstand Matthias Trunk unterstrich bei der Pressekonferenz auch die Versorgungssicherheit: „Wir brauchen die KWK im urbanen Raum, wenn Strom aus Wind und Sonne nicht zur Verfügung steht. Sie produziert Strom für Wärmepumpen und sichert gleichzeitig die Wärmeversorgung in der kalten und dunklen Jahreszeit (…). Dieses schafft Versorgungssicherheit und reduziert die volkswirtschaftlichen Kosten für die Infrastrukturen.“ Die insgesamt 136 Seiten umfassende Studie kann hier heruntergeladen werden, ebenso wie auf den Seiten von B.KWK und Zukunft Gas.

2. Klimaneutrales Stromsystem 2035 – Wie der deutsche Stromsektor bis zum Jahr 2035 klimaneutral werden kann

Diese im Juni veröffentlichte Studie wurde von den renommierten Instituten Prognos AG und Consentec GmbH für die einflussreiche „Denkfabrik“ Agora Energiewende erstellt. Sie befasst sich mit einem deutlich kürzeren Zeitraum und behandelt alle Energieerzeugungsformen, zeigt aber ebenfalls deutlich die wichtige Rolle von Gaskraftwerken und KWK als regelbare Stromerzeuger auf. Demnach muss parallel zum massiven Ausbau von Wind- und Solarenergie die installierte Leistung an gasbetriebenen Stromerzeugern von derzeit 30 GW auf 61 GW im Jahr 2035 verdoppelt und der Brennstoff Erdgas bis 2035 überwiegend durch Wasserstoff ersetzt werden. Die Auslastung der Gaskraftwerke soll laut der Studie durch gezielte Erzeugung in Zeiten mit geringer EE-Stromerzeugung zurückgehen. Die erzeugte Strommenge werde dadurch etwas abnehmen oder nahezu konstant bleiben, abhängig vom Erfolg der Flexibilisierung der Stromnachfrage. Die langfristige Bedeutung von KWK-Anlagen mit hohen Gesamtnutzungsgraden wird gesondert herausgestellt.

SOKRATHERM kommt in eigenen Betrachtungen zu ähnlichen Ergebnissen in Bezug auf den Kapazitätsbedarf, erwartet allerdings einen höheren Strombedarf durch geringe Flexibilisierungsoptionen insbesondere für Wärmepumpen, Elektromobilität und Industrie. Bis zu 50 GW der flexiblen Gas-Kraftwerksleistung könnten sinnvoll in KWK-Anlagen mit Laufzeiten von etwa 3.000 Bh/a umgesetzt werden. Die verbleibende Strommenge wird von Reservekraftwerken mit sehr geringer Auslastung erzeugt.

Die komplette Studie (72 S.) steht hier auf der Website der Agora Energiewende zur Verfügung, einen kommentierten Auszug der KWK-relevanten Inhalte haben wir hier zum Download bereitgestellt.

Beide Studien veranschaulichen deutlich, dass die KWK keine „fossile Brückentechnologie“, sondern durch ihre Steuerbarkeit, Brennstoffneutralität und Effizienz ein zentraler Baustein der klimaneutralen Energieversorgung der Zukunft ist.

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